Macht es nicht leichter, aber weicher: ein Schulterpad

Für einen Auftrag hatte ich neulich das Vergnügen ein Schulterpad zu nähen. Dafür hatte ich mir einfach mal als Vorlage das Pad einer meiner alten Taschen vorgenommen und mir ordentlich angesehen. Eigentlich nicht wild, fand ich, habe herumgekramt und bin schließlich zu dem Schluß gekommen, dass Baumwollmolton in Doppellage doch ganz prima als Inlay fungieren könnte .

Weiter habe ich verwendet:
robustes Mischgewebe (65% Baumwolle, 35% Polyester)
Baumwollstoff
5 cm Klettband
Schrägband
Stylefix (optional)

1. Mit Hilfe des vorhandenen Pads habe ich die Form auf das Molton und die Stoffe übertragen. Die zwei „Flügel“ aus Molton habe ich jeweils nur einlagig zugeschnitten, den Korpus doppellagig, damit das Schulterpad am Ende auch gut polstert.  Außerdem habe ich den Moltonzuschnitt des Korpus an den Rändern um ca. 0,5 cm zurückgeschnitten, damit es später leichter ist, die Ränder mit Schrägband einzufassen.

Ich hatte also nach dem Zuschneiden

2 x Korpus aus Molton
2 x Flügel aus Molton
1 x Korpus graues Mischgewebe
1 x Korpus Baumwollstoff weiß/blau
2 x Flügel Mischgewebe
2 x Flügel Baumwollstoff

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2. Zuerst habe ich den Korpus zusammengenäht. Dafür habe ich die beiden Stoffzuschnitte links auf links gelegt und die Doppellage Molton dazwischen gepackt; die „schönen“ Seiten sind also bereits außen, es wird nichts gewendet. Dann habe ich die Ränder knappkantig mit 0,3 cm abgesteppt.

3. Um das Klettband zu positionieren habe ich mir je einen grauen und einen weißblauen Flügel genommen und ihn so wie die Flügel später angenäht werden auf dem Korpus platziert. Auf die beiden Klettteile habe ich auf die Rückseite je zwei Streifen Stylefix von farbenmix geklebt, um die Klettteile an den korrekten Stellen fixieren zu können. Im Anschluß habe ich die Klettstreifen knappkantig auf die Stoffteile genäht.

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4. Die Flügel habe ich dann analog zum Korpus genäht (Punkt 2), also links auf links mit einer Lage Molton dazwischen, die Nahtzugaben dann noch ein wenig mehr zurückgeschnitten und die Rundungen der Flügel mit Schrägband eingefasst.*

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 5. Die fertigen Flügel habe ich dann in der benötigten Position auf dem Korpus fixiert, knappkantig abgesteppt und die Ränder noch ein wenig zurückgeschnitten.

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6. Zuletzt habe ich an einer der kurzen Seiten beginnend das Schulterpad mit Schrägband eingefasst. Das Ende des Schrägbands habe ich einmal ca. 0,3 cm eingeschlagen und so einen sauberen Abschluss bekommen. Später sitzt dann über dem Abschluss das Gurtband.

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So. Einsatzbereit. :)

* Ich nähe Schrägband ohne Stecknadeln und in einem Rutsch an, weil es mir so leichter fällt. Mit Stecknadeln hab´ ich nur Murks gemacht.
Wer sich lieber ansehen möchte, wie man Schrägband in zwei Schritten annäht, klicke einfach HIER beim Aprilkind. Und bei Rundungen immer schön locker lassen und dem Schrägband Spiel geben in Richtung Nähnadel! ;)

8 Gedanken zu “Macht es nicht leichter, aber weicher: ein Schulterpad

  1. Die Anleitung ist fantastisch. Genau das, wonach ich gesucht habe. Vielen Dank dafür. Würde sie gerne bei Pinterest pinnen, aber ich weiß nicht, wie das geht. Kannst du mir einen Tipp geben?

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