Kunst am Millerntor

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Bereits zum 6. Mal findet die Millerntor Gallery statt, für mich war´s 2016 die Premiere: Vier Tage lang werden die Süd- und die Haupttribüne des Hamburger Millerntorstadions zum Schauplatz von Kunst, Kultur und Musik und das echt nicht zu knapp. So flitzten wir also gestern durch die ersten auf dem Heiliggeistfeld ankommenden Trucks des in Hamburg stattfindenden Schlagermoves schnurstracks zum Stadion, immer darauf bedacht, den schwankenden Gestalten mit den Schlaghosen und den orangefarbenen Minipliperücken auszuweichen.

Was fanden wir vor?

Kinderbespaßung? Check!
Street Art Workshops? Check!
Siebdruck, Tattoo, Photobox? Check!
Filme und Vorträge? Check!
Konzerte? Check!
Gastro? Sowieso! Mit Ginverkostung, die war nur leider zu früh am Tag für mich! ;)

Gute zweieinhalb Stunden schlenderten wir herum und haben uns alle Exponate angesehen, die selbstverständlich auch käuflich zu erwerben sind. Bis zu 70% der Erlöse fließen nämlich in das gemeinnützige Projekt Viva con Agua de Sankt Pauli e. V., um damit Wasserprojekte auf der ganzen Welt (guck mal HIER) zu unterstützen.

Sich Kunst anschaffen und damit eine gute Sache unterstützen, das ist doch ein famoses Ding! Und wer wie ich einen eher schmaleren Geldbeutel hat oder für den das Ausgestellte einfach nix ist, was man sich ins Wohnzimmer hängen möchte, der kann den Verein mit Einzelspenden unterstützen. Jeder Euro zählt! Damit unter Volldampf daran gearbeitet werden kann, allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen!

Millerntorstadion

Also, wer auf der Ecke ist und Lust hat:

Millerntor Gallery
Millerntorstadion Hamburg, Eingang Südtribüne
Heiliggeistfeld
heute noch von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (ganz ohne übriggebliebene Kleiner Feigling-Leichen des Schlagermoves, hoffe ich!)
Eintritt 7 €, ermäßigt 3 €, Kinder bis 12 Jahre Einritt frei

Es lohnt sich echt!

May I admire you again today? 30 Jahre PRETTY IN PINK

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Molly Ringwald fand ich toll. Als Teenie und auch schon davor.  Die hatte rote Haare, wo doch sonst alle jungen Schauspielerinnen in den US-Teeniebopperfilmen der Achtziger total blond waren. Okay, bis auf Demi Moore (ja, Leut´, die war damals auch noch jung!)…

Nun lese ich kürzlich, dass ‚Pretty in Pink‘ 30 Jahre alt wird und denke mir, komisch, so alt fühle ich mich noch gar nicht. Aber Tatsache ist, dass ich den Film gesehen habe, als er in den Kinos war. Das war 1986.

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Andie (Molly) gehört nicht zu den cool kids. Nicht mal reich ist sie. Sie passt mehr auf ihren verzweifelten Vater auf als der auf sie. Und gesteuert von dem großen Wunsch, doch einfach auch mal cool und vor allem normal zu sein, verknallt sie sich auch noch in einen aus der angesagten Highschool-Clique, den schönen Blane, der aber meiner Meinung nach eher eine ferngesteuerte Rosine statt eines Gehirns im Oberstübchen hat, lässt er sich doch von seinem absolut ekligen Neureichen-Kumpel Steff vorschreiben, wie er was zu machen hat; und der prophezeiht: ‚That girl was, is, and always will be nada!‘ In anderen Worten: Finger weg, sonst darfst du bei uns nicht mehr mitmachen!

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‚Pretty in Pink‘ steht zusammen mit ‚Ein Offizier und Gentleman‘ (but that ist a different story) bei meinen ‚Mädchen-DVDs‘. Wenn ich den Film heute sehe, habe ich immer noch enorm viel Spaß.
Mistgurke Steff muss echt verdammt oft sitzengeblieben sein, war sein Verkörperer James Spader doch damals schon weit über das Highschool-Alter hinaus; und seine blonde Cheerleader-Gespielin sah irgendwie auch nicht viel jünger aus.
Ich mochte Andies Vater (again der großartige Harry Dean Stanton!) trotz seines Phlegmas und seines Selbstmitleids. Und ich mochte Iona, die  schrille Dame und Freundin aus dem Plattenladen, in dem Andie nach der Schule jobbt. Am meisten geliebt habe ich aber den guten Duckie-Boy, Andies best buddy, der unsterblich verliebt war in sie. Er ist doch das Salz in der Suppe bzw. gibt dem Film seinen Pfeffer! Mal ehrlich, die eloquentesten Sätze stammen doch von ihm und nicht von Weichspüler Blane!

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Gewünscht habe ich mir immer, dass Andie und Duckie zusammen zur Prom Night gehen, ganz egal, ob aus den beiden nun was wird oder nicht. Duckie hat sie aber lediglich an den geläuterten Blane, dem urplötzlich ein Licht aufgegangen ist, übergeben dürfen, in den Achtzigern funktionierte das Happy End eines Teeniefilms wohl nur so. Aber es gibt etwas, was ich den anderen Duckie-Fans mitteilen muss: Ja! Ein alternatives Ende wurde damals gedreht. MEIN Wunschende! UNSER Wunschende! Jippiiiieh! Alleine das Wissen darum beruhigt mich.

Übrigens haben mir Andies Herumgeschnibbel an Ionas wunderbarem Petticoatkleid und das daraus resultierende Abschlussballkleid nicht so gut gefallen, dafür aber das, wofür selbiges stand: Sch… doch drauf, was andere denken, wie Du sein sollst / was Du tragen musst / welche Mucke Du hören musst, um angeblich mitmischen zu können! Mach mal Dein Ding und sei einfach Du selbst!

Und heute würde ich sogar noch hinzufügen: Du kannst nähen, Andie! Und die anderen so? ;)

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Alles Gute zum 30. Geburtstag, Pretty in Pink!
But I…would have picked Duckie!

Rock’n’Vintage – ein Abenteuer

 

 

Letztes Wochenende waren wir für Koje-Maßstäbe richtig weit weg. 500 km sind wir nach Dresden zum Rock’n’Vintage Markt gefahren, der am 21. Februar ebenda im Erlweinforum stattgefunden hat. Ein absolutes Abenteuer für so ein Miniunternehmen wie dieses hier.

Auch die Teilnahme in Dresden hat mich ebenso wie letztes Jahr mein Markstand in Kiel darin bestärkt, häufiger auch außerhalb Hamburgs meine Tische aufzubauen und zu bestücken. Ich war nach drei Tagen zwar fix und fertig, aber mal ehrlich: Das war´s wert! Die Mischung aus Spaß und harter Arbeit stimmte einfach!
Viel Zeit, um mich in Dresden umzugucken, blieb nicht, aber ein bisschen bin ich, hauptsächlich im Dunkeln, doch herumgekommen. In jedem Fall auf ein Wiedersehen!

Mein Dank geht an die Veranstalterin Juliane Weber (Miss Fein Dresden), die vielen interessierten Besucher des Marktes und an das Team meiner absoluten Superunterkunft, der Schiffsherberge Pöppelmann, mitten auf der Elbe, in der ich zwei Nächte lang wunderbar geschlummert habe.

Foto ganz oben: Philipp Kumbier Fotografie, http://www.kumbier.info/

Aufm Sofa

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…mit alten und neuen Bekannten.

Hat sich der eine oder andere bestimmt schon gedacht: „Was macht die eigentlich?! Erst annonciert sie eine neue Tasche und dann…kommt einfach nix mehr!“
Stimmt´s?

Glaubt mir, niemanden hat es mehr genervt als mich, die Zuschnitte da liegen zu sehen und weder schneiden (AUA!!!) noch nähen zu können, denn mein Handgelenk verlangte eine Zwangspause von eineinhalb Wochen. Was für ein ätzendes Gefühl im Herbstgeschäft auszufallen, ich sag´s Euch!

Für mich hiess es in letzter Zeit Schiene, Schmerzmittel, Retterspitzumschläge (Retterspitz is da remedy!), und wenn möglich, Dinge mit links zu erledigen. Fällt aber echt viel weg, kann ich Euch flüstern. Da landet man ja zwangsläufig auf dem Sofa.

Zum Glück guckten viele Bekannte vorbei, die mir die Zeit vertrieben haben. Stephen King war da, mit dem ich mich erst letztes Jahr nach 24 Jahren totaler Funkstille aufgrund des Fortsetzungsromans von ‚Shining‘ wieder getroffen habe. Seitdem sind wir wieder ganz dicke als ob überhaupt keine Zeit ins Land gegangen wäre!
Die bessere Hälfte schickte mir seinen Kumpel Ernest Cline vorbei. Die Tatsache, dass der Typ allen Ernstes einen DeLorean fährt, liess mich Einschlägig-Absurdes erahnen. Sein Gedicht eines alternden Nerds an ein Kind der Gegenwart ‚When I was a kid‘ ließ meine Lachmuskeln dann sehr heftig vibrieren. Es endet doch tatsächlich mit den Worten

I swear to God, you wouldn´t last five minutes…
Back in 1987.

Mr. Benjamin Black nun, der ja eigentlich sowieso ganz anders heißt, unterhielt mich bestens mit seinem Bay City-Straßenfeger feat. Philip Marlowe (jaha, Mensch, er ist es wirklich!), dessen Dienste, wie es sich gehört, gern von verzweifelten, gutaussehenden Damen in Anspruch genommen werden. Bei Weitem nicht so gut aussehend war der Schrecken vom Amazonas, der bei mir für Kurzweil und extreme Erheiterung sorgte. So viele Klamottenwechsel bei der Heldin! Und das auf einem Kahn auf dem Amazonas! Wahnsinn!

Ich dachte eben schon darüber nach Andie und Duckie zusammen mit einem Offizier und Gentleman einzuladen, da…

…klingelten Dani und Rebi und fingen an, bei mir in der Küche Zuschnitte zu machen. Ich habe nämlich ganz schön tolle Freunde.
Es ist nämlich glücklicherweise folgendermaßen: Ich bin schmerz- und die Sehne entzündungsfrei und ich habe neben der ‚Stillhalteschiene‘ noch eine andere bekommen, mit der ich arbeiten kann. Noch längst nicht wieder so wie sonst, sondern langsam und eierig, aber wird schon! Und ERGONOMIE  am A-Platz wird zukünftig bei mir absolut großgeschrieben. Learned it the hard way.

Good feeeling

Schön war´s! Hat sich mal wieder nicht wie Arbeit angefühlt: der Flohmarkt für Lebensart der 50er bis 70er an der Oldtimer Tankstelle Brandshof in Hamburg
;)

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