Blaues Vintageblüschen aus Double Gauze

Ach, ich habe es schon wieder getan, weil ich mich in dem Schnitt so wohl fühle! Ich bilde mir ein, obwohl er so kastig aussieht, betont er angezogen durch die gut platzierten Abnäher auch die richtigen Stellen. :)

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Zum dritten Mal ist nach dem Schnittmuster Shirtbluse von Gretchen Hirsch aus dem fabelhaften Buch Rock´a`Bella eine Bluse entstanden.
Der Schnitt ist sehr schlicht und mächtig einfach zu nähen, das Ergebnis dabei aber indirekt proportional kleidsam zum Aufwand. Volle Punktzahl, besser geht es nicht! Nicht, dass ich nicht auch Nähherausforderungen lieben würde! ;)

Ich habe mich das erste Mal an Double Gauze versucht und dachte, es sei vielleicht ein bisschen tricky, weil der Stoff schon sehr flexibel ist. Ich wollte schließlich kein verzogenes Muster vernähen. Rückblickend war es tatsächlich einfach. Ich musste den Stoff zwar vor dem Zuschneiden gerade ziehen, aber das war´s dann auch schon, das Vernähen war kinderleicht.

Anders als bei meinen beiden anderen Shirtblusen habe ich bei Gr. 36 keinen seitlichen Reißverschluss eingenäht, da ich bemerkt habe, dass ich auch so ganz bequem hinein- und herausschlüpfen kann. Übrigens trage ich 38/40, Gerties Größen fallen häufig einen Tick größer aus. Wenn man es weiß und darauf achtet, kommt man mit dem Buch aber gut zurecht. Zur Not ausmessen! Sich selbst natürlich und dann den Größenschnitt! ;)

Zum Vergleich seht Ihr hier noch einmal alle drei Varianten: Links aus Viskose, in der Mitte aus mittelfester Baumwolle, rechts aus Double Gauze. Ich mag die natürlich alle gerne, aber für den Herbstübergang ist Double Gauze wohl die kuschelige Wahl für mich.

Tja, fehlt nur noch eine Wintervariante…umfunktioniert zum Pullunder aus Baumwollstrick vielleicht?!

Wagnis Bluse – Check!

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Ich habe irre lange gezögert mir eine „echte“ Bluse zu nähen, so mit Kragen und Knopfleiste. Um ehrlich zu sein, hat mich letztere so lange davon abgehalten, weil ich vor dem finalen Arbeitsschritt, dem Nähen der Knopflöcher, doch etwas mehr als Respekt hatte. Man sollte meinen, wer so viel an der Maschine sitzt wie ich, der denkt nicht mehr daran sich ein Kleidungsstück durch falsch platzierte oder zu große Knopflöcher zu verhunzen, aber genau so war´s bei mir.
Aber wie so oft: Einfach mal machen schafft Abhilfe und in diesem Fall auch, dass man vorher (wie es ja auch in fast jeder Nähanleitung empfohlen wird!) in einen Rest des Blusenstoffes ein bis zwei Probeknopflöcher näht.

Verknallt hatte ich  mich in den Blusenschnitt Mimi aus dem Buch ‚Liebe auf den ersten Stich‘ von Tilly Walnes, das ich nach wie vor für einen Titel mit sehr guten, weil ausführlichen Nähanleitungen halte.

Ein Sechzigerjahre-Schnitt erfordert selbstverständlich auch ein dementsprechend psychedelisches Muster und so wurde dieser famose dünne Baumwollstoff mit dem illustren Namen Lusine und der „verschobenen Punkteoptik“ für dieses Projekt verbraten.

Mit dem Ergebnis bin ich wirklich nicht unzufrieden  und auch wenn auf den Fotos meine Assistentin Renate die Bluse präsentiert (ach, ich hatte einfach keine Lust auf Spiegelfotos), so garantiere ich Euch, dass dieses Kleidungsstück von mir enorm viel getragen werden wird.

Ich wünsche Euch einen guten Tag und sage tschüs und bis denn dann, Ihr Seefrauen, Landgänger und Leichtmatrosen!

Gertie´s shirtblouse goes Ghana

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Auf den Markt letztes Wochenende habe ich mich so gefreut, dass ich mich sogar etwas herausputzen wollte, was ich sonst aus praktischen Gründen so gut wie nie mache.
Ich habe mich also am Einheitstag hingesetzt und mir aus meinem Lieblingsschnittmusterbuch Rock’a’Bella den Schnitt für die Shirtbluse zusammengebastelt, den traditionell gemusterten Stoff aus Ghana zugeschnitten, den ich mir auf der Nähmesse vor knapp zwei Wochen gekauft habe, und dann den ‚good ol´ boy‘, meine erste Nähmaschine (wir wohnen seit fast 26 Jahren zusammen), in die Küche getragen. Bis dahin Vintage as Vitage can. ;)

Um den Halsausschnitt zu verstärken, habe ich statt Verstärkungsstichen quick and dirty ein Nahtband innerhalb der Nahtzugabe aufgebügelt. Da bin ich dann schon praktisch veranlagt und bediene mich der modernen Helfer. Ansonsten habe ich mich aber komplett an die Anleitung gehalten. Nur fertignähen konnte ich das schöne Stück zunächst leider nicht, denn ich hatte für die Belege keine Vlieseline im Haus, sodass ich sonntags auf ein alternatives Outfit ausgewichen bin.

Nun ist sie fertig und ich finde, dass der Stoff  von True Fabrics gut mit dem Schnitt harmoniert und da die Bluse nicht knalleng sitzt, kann ich sie auch im Winter mit einem Langarmshirt drunter tragen.
Was meint Ihr? Zu schrill oder genau richtig?
Und um ehrlich zu sein: Auf dem Wohnzimmerstuhl liegt schon der nächste, etwas konventionellere Stoff für die zweite Shirtbluse.  Zeig ich Euch dann!