Kork meets Acrylmedium

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Dass man mit Acrylmedium ganz wunderbar Laserausdrucke auf Holz bringen kann, habe ich ja schon einmal ausprobiert und für gut befunden, nun habe ich es mit einer dünnen Korkplatte versucht und das Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen.

Ich musste mir nämlich Gedanken um einen Türstopper machen, da die Tür unseres neuen Badezimmers nach außen aufgeht und aufgrund der leicht schiefen Wände (tja, Vorkriegsbau) gerne zufällt.
Die Betty-Katze hätte im umgekehrten Fall kein Problem, denn sie springt auf Klinken, um Türen zu öffnen, in diesem Fall jedoch ist es absolut tagesformabhängig, ob sie mittels Pfote die recht schwere Tür aufdrücken kann. Der Blick, als ich neulich nach Hause kam und die Katze mich  nicht begrüßte, sondern genervt vor der geschlossenen Badezimmertür herumlungerte („Ihr Blödiane! Ich halte seit Stun-den ein!“), liess mich dann auch schnell handeln.

Nun sollte es aber wirklich nix schweres sein, an dem man sich womöglich noch die nackten Zehen anschlägt, nur etwas, das die Tür einen Spaltbreit offen hält.

Alsdann fielen mir drei nie benutzte Korkuntersetzer in die Hände (wir mussten ja auch mit dem Keller umziehen!). Ich besorgte mir zusätzlich eine 1 mm dicke Korkplatte und suchte im Netz nach einer passenden Grafik für unsere Zwecke. Gefunden habe ich die hier gezeigte, sehr aussagekräftige, auf den Punkt gebrachte Zeichnung von Herrn Kossak, die ich nur ein bisschen in Photoshop bearbeitet habe! :)

Während der Trocknungsphase des Drucks habe ich mir aus zwei Korkuntersetzern drei Kreise im Durchmesser von 10,5 cm zurecht geschnitzt. Habe ich nicht mit dem Skalpell gemacht, sondern mit einem alten Küchenmesser, ging einfach leichter mit einer größeren Klinge.
Die drei Teile habe ich inklusive bedruckter Korkplatte mit Holzleim aufeinander geklebt und während der Trocknung mit drei ordentlich schweren Buchschwarten beschwert. Weil ich Spraylack im Hause hatte, habe ich den Druck später damit fixiert, ein bis zwei Schichten dünn aufgepinseltes Acrylmedium tun es aber genauso.

Fertig!

Betty ist natürlich unbeeindruckt. Aber vielleicht eines Tages…

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P.S. Ein Untersetzer ist übrig, den ich auch noch bedrucken werde. Mal sehen, ob Acrylmedium hitzebeständig ist. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht damit?

Die letzte Plastiktüte

Ich bin Lichtjahre zu spät! Der Plastiktüten-bügeln-und-vernähen-Trend ist (zu Recht!)schon lääängst wieder out. Außerdem  versuche ich doch seit Jahren weitestgehend auf Plastiktüten zu verzichten, ich habe also gar nicht viele in petto, mit denen ich etwas machen könnte!
Eine kleine, geblümte Tüte habe ich neulich beim Aufräumen zusammengeknüllt in unserer Speisekammer gefunden und eine weitere (hmmm, räusper…) wegen des Donald Duck-Motivs geschenkt bekommen. Da dachte ich bei mir, okay, haste zwei Stück mit ganz netten Motiven, also probierst Du das jetzt doch einmal aus, ist ja doch irgendwie spannend. Also habe ich die Tüten zerschnitten und drei bis vier Plastiklagen aufeinander gebügelt. Ganz kurz auf Stufe 2, denn sonst schmurgelt alles weg. Aber ganz ehrlich, überzeugt hat es mich nicht: Ich halte die so entstandene Verbindung des Plastiks in haptischer Hinsicht für eine Vollkatastrophe. Ich könnte daraus keinen Gebrauchsgegenstand nähen, den ich oft anfassen muss, Tasche/Etui fällt total aus. Habt Ihr das einmal ausprobiert, wie findet Ihr die Haptik?
Aus meinen beiden Tütenverbindungen habe ich dann lieber einen Freestyler-Übertopf für Bettys Katzengras sowie ein Hänge-Utensilo (das kostenlose Schnittmuster plus Anleitung findet ihr HIER) für unsere Spülschwämmchen genäht. Plastik darf ja schließlich nass werden.

Fazit: Das mache ich nicht noch einmal! Aber der Hängekörbchen-Schnitt ist ganz knuffig, oder?!

Psychedelic Prints

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Lithografien PiPaPop Poster (1968/69) von Lothar-Günther Buchheim, Museum Buchheim, Bernried, März 2017

Wir machen jetzt auch Portemonnaies

 

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Ein Geheimnis war es ja nun wirklich nicht mehr, nichtsdestotrotz möchte  ich euch heute hochoffiziell das neueste Produkt aus der Koje zeigen: In Zusammenarbeit mit der Textildesignerin Linda Langer sind Portemonnaies* bzw. Brieftaschen entstanden, die mit wechselnden Motiven im Siebdruck bedruckt wurden. Konzentriert hat sie sich dabei auf verspielte Motive wie z. B. die Dame mit Schirm auf dem Dackel (ja, genau, das ist das superkalifr… Kindermädchen, deren Namen nicht genannt werden darf) und Motive mit Ausrufen aus der Comicsprache.
Es war mir ein großes Vergnügen und ich hoffe, dass noch etliche weitere Portemonnaies in dieser Konstellation folgen werden.

Die Brieftasche ist 20 cm x 10,5 cm x 2,5 cm und besteht aus robustem Baumwollköper, der mit leichter Schabracke und Vlieseline H250 verstärkt wurde. Um das Portemonnaie herum verläuft eine farblich zum Druck passende Paspel.
Im Inneren befindet sich ein Reißverschlussfach für Kleingeld, zwei große Fächer für Geldscheine und Belege sowie sechs Steckfächer für Kartenmaterial, die auch doppelt belegt werden können; d. h. es gibt Platz für bis zu zwölf Karten. Auch die neuen Führerscheine und Personalausweise passen dort hinein. Geschlossen wir die Brieftasche mit einer Magnetschließe, die sich in der Klappe befindet.

In den Shop sind bisher das Motiv für Hamburg-Freunde mit der Köhlbrandbrücke und dem Michel sowie das Motiv mit dem Möwenschwarm gezogen.

Falls euch eines der anderen Motive interessiert, dürft ihr mich selbstverständlich kontaktieren.

Hach, ich freu´ mich so! :)

*Schnitt in Anlehnung an das Schnittmuster „Wildspitz“ von creat.ING[dh].

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Kunst am Millerntor

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Bereits zum 6. Mal findet die Millerntor Gallery statt, für mich war´s 2016 die Premiere: Vier Tage lang werden die Süd- und die Haupttribüne des Hamburger Millerntorstadions zum Schauplatz von Kunst, Kultur und Musik und das echt nicht zu knapp. So flitzten wir also gestern durch die ersten auf dem Heiliggeistfeld ankommenden Trucks des in Hamburg stattfindenden Schlagermoves schnurstracks zum Stadion, immer darauf bedacht, den schwankenden Gestalten mit den Schlaghosen und den orangefarbenen Minipliperücken auszuweichen.

Was fanden wir vor?

Kinderbespaßung? Check!
Street Art Workshops? Check!
Siebdruck, Tattoo, Photobox? Check!
Filme und Vorträge? Check!
Konzerte? Check!
Gastro? Sowieso! Mit Ginverkostung, die war nur leider zu früh am Tag für mich! ;)

Gute zweieinhalb Stunden schlenderten wir herum und haben uns alle Exponate angesehen, die selbstverständlich auch käuflich zu erwerben sind. Bis zu 70% der Erlöse fließen nämlich in das gemeinnützige Projekt Viva con Agua de Sankt Pauli e. V., um damit Wasserprojekte auf der ganzen Welt (guck mal HIER) zu unterstützen.

Sich Kunst anschaffen und damit eine gute Sache unterstützen, das ist doch ein famoses Ding! Und wer wie ich einen eher schmaleren Geldbeutel hat oder für den das Ausgestellte einfach nix ist, was man sich ins Wohnzimmer hängen möchte, der kann den Verein mit Einzelspenden unterstützen. Jeder Euro zählt! Damit unter Volldampf daran gearbeitet werden kann, allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen!

Millerntorstadion

Also, wer auf der Ecke ist und Lust hat:

Millerntor Gallery
Millerntorstadion Hamburg, Eingang Südtribüne
Heiliggeistfeld
heute noch von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (ganz ohne übriggebliebene Kleiner Feigling-Leichen des Schlagermoves, hoffe ich!)
Eintritt 7 €, ermäßigt 3 €, Kinder bis 12 Jahre Einritt frei

Es lohnt sich echt!