Hey Ho Flatstock!

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Meeensch, ist ja schon wieder Reeperbahn Festival! Und so viel Zeit muss sein, um zwischen ordentlicher und außerordentlicher Arbeit auf einen Sprung bei der Flatstock Poster Convention vorbeizuschauen. Feinste Posterart aus der ganzen Welt wird dort ausgestellt und kann selbstverständlich auch käuflich erworben werden. Ich sag´ Euch, Stielaugen Galore, wenn man sich für Grafik und Siebdruck interessiert und Konzertposter im Besonderen!

Ich habe mich in Sekundengeschwindigkeit in einen Siebdruck verknallt, was dazu führte, dass ich minutenlang vor dem Poster stand, was wiederum dem Künstler hinter Clockwork Pictures nicht verborgen blieb. Er fragte mich, ob ich die Band The Handsome Family kennen würde, was ich verneinen musste. Der Druck hatte mich nichtsdestotrotz in seinen Bann gezogen, die Abbildung eines Mannes, der grübelnd/wartend in einem düsteren Zimmer sitzt.
Erst als er mich fragte, ob ich die Serie True Detective gesehen hätte, fiel der Groschen. Ich konnte dann immerhin behaupten, ich würde doch mindestens EINEN Song dieser Band kennen, einen ziemlich großartigen dazu. Und im Bild im Sessel vor dem Bett, das kapierte ich dann auch, da sitzt Detective Rust Cohle, in der Serie ganz großartig verkörpert von Matthew McConaughey, der da neben dem nicht minder großartigen Woody Harrelson gespielt hat.
Oha! Entfuhr es mir doch glatt: Now I know why I´m so attracted to it! ;)
Ich hab´s gekauft. Und habe noch am selben Abend Geld in einen neuen Rahmen statt in das Konzert der Handsome Family investiert, die just gestern hier in Hamburg im Knust gespielt haben.

Also, Leute, Empfehlung fürs WE, denn da kann man ruhig mal zwischen zwei Reeperbahn Festival-Konzerten hindurchschlendern:

23. bis 27. September 2015
Flatstock Poster Convention im Rahmen des Reeperbahn Festivals
Spielbudenplatz
Hamburg – St. Pauli

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Das Wichtigste auf kleinstem Raum

Ich selbst hab´ ja statt Rhythmusgefühl das Hampel-Gen, aber in meinem engsten Freundeskreis sind zwei Tänzerinnen, die tanzen sich day and night durch die Jahrzehnte und Tanzstile, Lindy Hop, Charleston, Balboa, alles können die schon und ziehen da ne Menge Lebensfreude draus.

Umso blöder ist es, dass bei den Tanzveranstaltungen in jüngster Zeit immer mehr gestohlen wird. Ja, so nenne ich das, nicht stibitzen, klauen, mopsen, sondern STEHLEN. Sehr ungeil, denn klar lässt man sein Zeug beim Tanzen unbeaufsichtigt, es sei denn, man hat einen Aufpasser abgestellt.

Meine Freundin jedenfalls nimmt nur noch das Allernötigte mit und trägt es am Körper, ist aber von ihrem Mini-Umhängetäschchen, dass nun beim Tanzen mitschlenkert, nicht sehr angetan. Ihre Idee war ein, wie soll man das nennen, Handgelenkstäschchen, eine kleine Reißverschlußtasche, die man sich wie ein Armband mit der Reißverschlussseite nach unten ums Handgelenk legt. Mir schwirrten erst einmal folgende Schlagwörter im Kopf rum: Achtziger, Turnen, Pulswärmer, Frottee,…aber so, wie sie es sich gedacht hat und ich es jetzt umgesetzt habe, ist es doch fast ein Ethno-Schmuckstück und passt auch zum Zwanzigerjahre-Outfit. Oder, was meint Ihr?

Das mittlere Hauptteil wurde nämlich mit auf dünne Lederbänder gefädelten Stäbchenperlen verziert, während sich auf der Unterseite das Reißverschlussfach befindet. „Das merkt kein Schwein, dass das ne Handgelenkstasche ist!“, meinte auch meine Freundin und genauso hat sie es sich ja auch gewünscht. :)

Format ca. 25 cm x 6,5 cm, RV-Fach ca. 10 cm x 6,5 cm. da passen problemlos Fahrkarte, etwas Geld und der Schlüssel hinein!

Was Ihr dazu braucht: festen Baumwollstoff (hier Köper in Schwarz), dünne Leder- oder Gummibänder, kleine bzw. flache Perlen nach Wahl, Reißverschluss, Stylefix zum Fixieren der Bänder vor dem Nähen, Kam Snaps oder Metalldruckknöpfe

Und wenn Ihr so etwas auch haben und es nicht selbst basteln/nähen wollt, wisst Ihr ja, an wen Ihr euch wenden könnt! ;)

Eine ausführliche Anleitung findet Ihr HIER.

Hafengeburtstag 2015 – always hardcore?

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Vorneweg: Ich wollte das!
Als die weltbeste Marktkollegin Anja mit dem Vorschlag kam, sich bei Harbour Pride mit einem Stand zum 826. Hafengeburtstag anzumelden, war ich Feuer und Flamme, denn Probieren geht über Studieren und überhaupt!
Aber, Leute, als es dann soweit war, ist uns der A…. doch ein wenig auf Grundeis gegangen, fegte doch just drei Tage vor Beginn ein Orkan über Hamburg, der echt nicht ohne war. Prompt kam auch die Auflage vom Ordnungsamt, die Marktzelte an jedem Pfosten mit mindestens 25 kg Gewichten zu beschweren. Müde lächelnd blickte ich auf meine kleinen 10-l-Kanister, die ich zu diesem Zweck mitgenommen hatte, denn vollkommen doof bin ich ja auch nicht. Okay, also größere Kanister. Anja hatte dann die zündende Idee mit den 9 l-Sixpacks Wasser aus dem Discounter, von denen wir dann zwölf kauften und die wir jetzt gerade austrinken. Auflage kostengünstig erfüllt.
Alles weitere lief dann irgendwie wie am Schnürchen. With a little help from my Schwager waren die Sixpacks schnell verschnürt und das Zelt gesichert. Das Wetter, das sich noch kurz zuvor von einer eher schlechten Seite gezeigt hat, war bis auf einen  Guß am Samstagvomittag recht ordentlich, zum Teil total sonnig. Es wurde nichts gestohlen, kein alkoholisierter Mensch ist in unseren Aufbau gefallen und hat dann obendrein noch sein Bier auf die Waren verschüttet, wir haben uns nicht verletzt und die Zusammenarbeit lief zahnradmäßig super!
Wir hatten tolle Unterstützung von Anjas Onkel Georg, einem Ex-Seemann, der uns viel über das Tuten der Schiffe und das Seemannnsalphabet beigebracht hat.
Nota bene: D heißt eingeschränkt manövrierfähig, F manövrierunfähig, Du weißt ja nie, wann Du das mal gebrauchen kannst! Und ich habe Freitagnacht direkt nach dem Kauf einer Koje-Rucksackbeutel-Taufe an unserem Stand beigewohnt, was ich sehr entzückend fand und die Namenswahl übrigens auch, die auf Jette fiel. :)

Zwei Tage Hafengeburtstagstrubel von morgens bis in die Nacht fühlen sich zwar hinterher an wie nach einem Mega-Zechgelage mit starken Katersymptomen, aber alles in allem war´s denn doch ne gute Erfahrung! Ich bin zufrieden!

Dank an Philipp für die Aufbauhilfe, Peter fürs Herumkutschieren, Georg fürs Catering und die Mithilfe im Verkauf, Maike und Daniel von BRANDGUT fürs Nervennahrung-Vorbeibringen!
Rebi, Dani, Tina, Birgit und Thomas, danke für Euren Besuch, ist immer saugut, bei so einer Veranstaltung bekannte Gesichter zu sehen!
Vielen Dank an Peter und Jakob für die Unterstützung in den anstrengenden, arbeitsintensiven, aufregenden Tagen davor und währenddessen, Ihr seid eh die Allertollsten!

Ach so, und: Danke, Hafen, Du alter, knarziger Seebär, für Deine Gastfreundschaft!

Do the Tanzbrötchen!

Dancing in the street The Killin´Trills + Special Guest

Kitchen-Scene:

Tu so, als ob du nach ner Coladose trittst!
Ja!
Höher!
Was?!
Du musst von oben treten, also Knie höher!
So?
Jaaaaa…!

Meine Freundin Ela hat vor einigen Monaten das Tanzen entdeckt. Lindy Hop, yes. Die moderne Frau zog das Ding mit dem Tanzenlernen kurzerhand ohne festen Tanzpartner durch.
Seitdem taucht sie zum Teil mehrmals pro Woche in ein swingendes Paralleluniversum ab. Bei diesen Veranstaltungen werden Riesenmengen an Endorphinen ausgeschüttet. Da hat sie mich einfach mal mitgenommen, denn eine Portion Glücksgefühl kann ja jeder gut vertragen, stimmt´s?! So karrte sie uns dann sonntags rüber nach St. Pauli ins Kölibri, in dem es mittags um eins schon recht hoch her ging.

Whoahey.

Also, Doppel-Whoahey.

1. Sooo freundliche Atmosphäre mit gutgelaunten, unprätentiösen Tänzern jeden Alters. Die wollen nicht quatschen, die wollen keinen Aufriss machen, die wollen nicht posen, die wollen tanzen, Mann!
2. The Killin´ Trills inkl. Guest Star an der Trompete spielten mit großem Enthusiasmus Swing und Jazz, sodass innerhalb von Sekunden Kindheitserinnerungen aktiviert wurden.
Ich bin eine Münchnerin in Hamburg, und früher im Biergarten (und meine Generation ist zu einem Gutteil in der Schiffschaukel im Biergarten großgeworden, könnt Ihr mir glauben) wurde nicht gerade selten a richtig gscheider Dixieland aufgspuit.

Deshalb meine Empfehlung auch für nichtbouncende Mitwipper:

Tanzbrötchen. Sonntags-Swing-Frühstück
Kölibri
Hein-Köllisch-Platz 11 + 12
bei uns in Hamburch auf St. Pauli

Der nächste Termin ist der 22. März 2015.
Und darüberhinaus gibt´s auch noch ganz viele andere Angebote, mit Sicherheit auch in Deiner näheren Umgebung! ;)

Ich wünsche Euch eine sehr gute Woche!

P.S. End of story?
Nach einem beschwingten Spaziergang  in der Nachmittagssonne nach Hause in die Koje, wurde mit heißem  Tee, Buch und Wolldecke die Balkonsaison eingeläutet. Endorphines still bouncing.

Epitaph

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Hier ruht Pancrazio Juvenales, guter Ehemann und Vater, schlechter Hauselektriker

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El día de los muertos (Mexikanisches Totenfest) im Völkerkundemuseum Hamburg