Clutch MISS PEABODY

Mid Century Style Clutch Miss Peabody

Es gibt ab sofort in der Koje eine Handtaschenvariation für diejenigen, die es schlicht mögen: MISS PEABODY ist in der Form der ANCHOR GIRL Clutch nachempfunden, genauso ausgestattet, aber statt einer Anker-Applikation mit einer kontrastierenden Paspel an der Taschenklappe  und der Handgelenksschlaufe versehen.

Ich freue mich sehr mitteilen zu können, dass die ersten Handtaschen in Mitternachtsblau und Weinrot in den Webshop gezogen:

Clutch MISS PEABODY
26 cm x 13 cm
mit Magnetschließe, Reißverschlussfach und abnehmbarer Handgelenksschlaufe

Material: hochwertiges Kunstleder, Paspel, Baumwolle, Volumenvlies H630, Metallkarabiner, Magnetschließe, Reißverschluss

Vinylclutch mit Nostalgiefenster

Erinnert sich noch jemand an mein Aufmöbelprojekt vom letzten Juli? Da ist etwas übriggeblieben, nämlich der etwas ramponierte Wirtschaftswunder-Sitzbezug aus Vinyl. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Schimmer, was ich damit machen sollte, aber wegwerfen geht ja bekanntermaßen  gar nicht, denn ist ja bloß alt, da geht noch was! ;)

Naja, nun, kaum zehn Monate später isser raus ausm Schrank und eine Clutch geworden. Meine Clutch. Richtig übelst verspielt mit dem Stoff ‚Retro Rocket Rascals‘ von Michael Miller, von dem ich IMMER etwas im Haus habe. ;)

Vinylclutch

Ich habe dabei versucht, die Höhe bzw. Tiefe des ehemaligen Sitzbezuges möglichst gut auszunutzen, sodass ich nun eine recht geräumige Tasche im Format 27 cm x 14 cm in Händen halte.
Die Außenseite sowie das Innenfutter bestehen jeweils aus einem großen Schnittteil, das geklappt und vernäht wurde. Zusätzlich habe ich noch eine auf der gesamten Breite liegende Reißverschlusstasche aufgesetzt.
Damit die Angelegenheit griffiger wird, habe ich zwischen den beiden Zuschnitten eine Lage Baumwollmolton  mit Stylefix fixiert und auf das Moltonteil der Taschenklappe zur  Stabilisierung ein Stück Decovil I light aufgebügelt. Dadurch hat die Klappe trotz Ausschnittfenster ganz guten Stand bekommen.

Man kann die Clutch, deren Kanten bis auf die vordere Taschennaht alle links auf links genäht sind, auch wunderbar aus Leder, Kunstleder oder anderen, nicht ausfransenden Materialien nähen. Und aus dem Fenster darf ja sonst etwas herausgucken. Weiter gedacht z. B. auch aus einem durchsichtigem Vinylfenster, dann wird´s wertiger. Irgendwie gefällt mir das sehr gut, herrlich ausbaubar alles und wird in jedem Fall ausprobiert!

Ach, alter Schmu kann so toll sein! :)

Teufelsbraten

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Oldtimer und US Car Treffen Hamburg-Bramfeld, Mai 2016

Mit Autos ist es bei mir wie mit Wein: Entweder mir gefällt/schmeckt es oder eben nicht („Pscht, Tina, der Wein hat x € die Flasche gekostet!“). Ahnung habe ich von beidem tatsächlich nicht die geringste, aber ich trinke gern trockenen Weißwein und ein sechzig Jahre altes Auto würde ich auch gern einmal fahren, auch wenn man mir sicher zwei Keilkissen auf den Fahrersitz packen müsste, damit ich übers Lenkrad schauen kann.

Gestern habe ich nicht nur auf dem Oldtimer und US Car Treffen in Bramfeld gearbeitet, sondern auch 400 phänomenale Oldtimer aus den verschiedensten Jahrzehnten ab Baujahr 1986 ansehen dürfen.
Meinen Favoriten seht Ihr hier: Mattschwarz lackiert, mit Glitterdach, Weißwandreifen und diesen schnuckeligen Nebelleuchten (?  Neiiin, fragt mich NICHT, wie die heißen!), die wie kleine Stoßzähne aussehen. Ich sehe sie förmlich vor mir, die halbstarken Schurken, die in so einem Teufelsbraten früher über die Landstraße schaukelten…was für eine geile Schäsn*, wie der Bayer so sagt und auch so schreibt! ;)

*chaise, frz. Kutsche, regional benutzt für ‚altes Fahrzeug‘ bzw. ‚Automobil‘

In diesem Sinne noch einmal vielen Dank an Bernd, der das Treffen seit 2014 einmal jährlich veranstaltet. Hat großen Spaß gemacht!

Rock’n’Vintage – ein Abenteuer

 

 

Letztes Wochenende waren wir für Koje-Maßstäbe richtig weit weg. 500 km sind wir nach Dresden zum Rock’n’Vintage Markt gefahren, der am 21. Februar ebenda im Erlweinforum stattgefunden hat. Ein absolutes Abenteuer für so ein Miniunternehmen wie dieses hier.

Auch die Teilnahme in Dresden hat mich ebenso wie letztes Jahr mein Markstand in Kiel darin bestärkt, häufiger auch außerhalb Hamburgs meine Tische aufzubauen und zu bestücken. Ich war nach drei Tagen zwar fix und fertig, aber mal ehrlich: Das war´s wert! Die Mischung aus Spaß und harter Arbeit stimmte einfach!
Viel Zeit, um mich in Dresden umzugucken, blieb nicht, aber ein bisschen bin ich, hauptsächlich im Dunkeln, doch herumgekommen. In jedem Fall auf ein Wiedersehen!

Mein Dank geht an die Veranstalterin Juliane Weber (Miss Fein Dresden), die vielen interessierten Besucher des Marktes und an das Team meiner absoluten Superunterkunft, der Schiffsherberge Pöppelmann, mitten auf der Elbe, in der ich zwei Nächte lang wunderbar geschlummert habe.

Foto ganz oben: Philipp Kumbier Fotografie, http://www.kumbier.info/

Buchtipp: Nähen macht glücklich

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Ich muss gestehen, ich habe dieses Buch die ersten Monate nach Erscheinen letzten Spätsommer erst einmal links liegen gelassen, nicht, weil ich Blutsgeschwister-Kleidung doof finde, ganz im Gegenteil, aber ich hatte so viel Liegengebliebenes wegen meines Händeausfalls, dass es mich nur genervt hätte, wenn ich mich nicht sofort ans Ausprobieren hätte machen können. Arbeit ging halt vor und ich war eine Zeitlang sowieso übervorsichtig.

Ende Dezember nun habe ich mich fürs überstandene Weihnachtsgeschäft belohnt und siehe da, mir gefällt der Inhalt von Nähen macht glücklich noch viel besser als erwartet!

Es sind zumindest für mich einige Schnittmusterüberraschungen dabei wie  Wendehandschuhe, High-Waist-Panties (!!!) und ein Dirndl. Klar gibt´s auch Anleitungen für weitere Kleider und Hoodies sowie für ein paar hübsche Wohnaccessoires in größerem Stil, die ich auch nicht unbedingt in diesem Buch erwartet hätte.

Mit den Schnitten für die Oberteile wurde mit Sicherheit das Rad nicht neu erfunden, aber mal ehrlich, wann passiert das schon? Das Tolle ist, dass es sich um solide, alltagstaugliche Oberteile handelt, die zum größten Teil so konzipiert wurden, dass sie mit den Schnitten für die Rockteile der Kleider kombinierbar sind und man so ohne größere Schnittmusteranpassung loslegen könnte.

Frau Ziegler hat auf den Schnittmusterbögen lediglich zwei Größen, nämlich S/M und L/XL gradiert, erklärt aber für einen Laien ziemlich ausführlich, wie man diese Grundmuster an die eigene Figur anpassen kann. Das ist bestimmt nix für komplette Anfänger, aber man kommt definitiv zurecht, wenn man sich schon ein paar Kleidungsstücke genäht hat.

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Ich selbst habe mir bisher die Schlupfbluse im Materialmix Jersey/Interlock plus feste Baumwolle/Viskose sowie das Highland Rose-Kleid auf dem Cover genäht, das man im Übrigen trotz der Schwere der Rockstoffe tatsächlich auch ohne den Gürtel, den ich mir dazu genäht habe, tragen kann, nur dann eben etwas „hüftiger“.

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Zu guter Letzt sei gesagt, dass auch dieser Titel ein paar Upcycling-Ideen birgt. Die abgefahrenste ist sicherlich die mit dem alten Sonnenschirmbezug, aus dem ein Fifties-Tellerrock entsteht.

Und? Lust bekommen? ;)

Karin Ziegler
Nähen macht glücklich
Dorling Kindersley
ISBN 9783831027903
LP 19,95 €