Vintage Halloween

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So, in wenigen Tagen ist es wieder so weit: Halloween, das wir als Kinder der Siebzigerjahre nur aus amerikanischen Filmen kannten.  E.T. und so. Und als wir ein bisschen älter waren natürlich Halloween, in dem so viel geschrien wurde, dass ich dachte, woher nimmt die Jamie Lee bloß die Luft dafür, wo sie doch auch so viel herumrennen muss. :)

Für mich hatte Halloween aus diesem Grund also schon immer weniger etwas mit Religion und Brauchtum am Tag vor Allerheiligen zu tun als mit ein bisschen Verkleidungsulk und ganz viel Grusel. Das mögen viele, vielleicht auch zu Recht, kritisieren und doof finden, aber mir macht´s Spaß!

Halloween Poster Deko 1960´s

Meine beste Halloween-Party hatte ich vor fünf Jahren mit ganz wenig Personen, von denen drei zum damaligen Zeitpunkt keine zehn Jahre alt waren. Bombe, sage ich Euch!
Dieses Jahr gehört die berüchtigte German Gemütlichkeit (schließlich bekommen wir einmalig einen Feiertag „geschenkt“), einschlägige Filme, schweißtreibendes Kürbisschnitzen, eine Kürbis-Curry-Suppe sowie ein appetitlicher Starter und Schnabulier-Kram als Nachtisch dazu. Dann bin ich happy!

Let´s boogie and wake the dead by Christopher Lee!

Denn, ehrlich gesagt, manchmal zieht es mir echt die Schuhe aus, was für schockierende Blüten Koch- und Backkünste in Sachen Halloween treiben. Dieses Jahr habe ich sogar schon Muffins in Form menschlicher Organe mit rotem Fondant und „Blutsauce“ überzogen gesehen. Handwerklich sicher nicht zu verachten, aber…ach, das Auge isst bei mir halt mit!

Happy Halloween

Was jedoch auch die nächsten Tage schon nicht fehlen darf, ist ein bisschen Halloween-Deko-Zeug. Wie bei so vielen anderen Sachen auch fahre ich diesbezüglich sehr auf Illustrationen und Grafiken aus vergangenen Zeiten bzw. Reproduktionen ab. Ein paar, die ich mir auch ohne weiteres das ganze Jahr über in die Wohnung hängen würde, zeige ich Euch hier. Ein bisschen mehr davon gibt´s auf meinem Pinterest-Board im Halloween Graphics & Design-Ordner.

Jack o´Lantern

Jemand, der übrigens in der Jetztzeit absolut famose Illustrationen im Retrostil erschafft, ist die amerikanische Künstlerin Stephanie Buscema. Von ihren Entwürfen wirken manche wie komplett aus der Zeit gefallen. Ich mag ihren verspielten Stil sehr und finde es darum sehr  schade, dass sie nur innerhalb der USA verkauft, denn ich bin sicher, auch hier würden ihre Bilder und Stoffprints guten Absatz finden. Dafür bin ich jedoch ein enthusiastischer Follower ihres Instagram-Accounts. Werft bei Interesse unbedingt mal einen Blick drauf, es lohnt sich sehr, nicht nur an Halloween!

Wärmstens empfehlen möchte ich auch die Arbeit von Lance Inkwell, der den Stil alter Comics absorbiert zu haben scheint. Insbesondere seine Halloween-Illustrationen sind nicht nett und lieblich, sondern haben definitiv einen gruseligen Touch. Auch hier lohnt sich ein Besuch auf seinem Instagram-Account sowie seiner Homepage.

Trick or treat cat

Um abschließend auch ja schön beim Grusel zu bleiben: Wen jetzt obendrein noch interessiert, in welchem Aufzug die lieben Kleinen früher an Halloween durch die Straßen gezogen sind, den würde ich noch hinüberschicken zu Vintage Everyday.

Aber Achtung: Ist echt nix für schwache Nerven!

Grinsekatze invers_1

Eddie Munster: Kleines Werwolf-Kuschelkissen

Kissenbezug gelb Eddie Munster

Keine Angst, er ist ein netter kleiner Junge und  beisst auch nicht! Wirklich! :)

Ihr wisst ja vielleicht um mein Faible für die Sechzigerjahre-Serie The Munsters und nur für die, nicht etwa auch für die ganzen merkwürdigen Remakes, die es davon in späteren Jahrzehnten gab.

Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sich noch jemand aus dieser entzückenden Familie Zutritt zu meinem Siebdruck-Portfolio verschaffen würde.

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Mama Lily und Papa Herman gibt es inzwischen als The Munsters-Charaktere auf Stoffbeuteln, Geschirrtüchern und Stoffservietten. Als dritter im Bunde wird es zukünftig Eddie, den zuckersüßen Werwolf-Sohn von Frankenstein Herman und Vampirin Lily, zusammen mit seiner Werwolfpuppe auf Kissenhüllen passend für das Inlay-Format 40 cm x 40 cm geben.

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Damit man sich Eddie nicht nur aufs Sofa, sondern gegebenfalls auch als kleines gemütliches Knautschkissen ins Bett legen kann, haben die Bezüge einen schlichten Hotelverschluss, der nirgendwo drückt. Erhältlich ist es in bisher sieben Farben mit rotem oder schwarzem Aufdruck im Zwölfte Koje links-Onlineshop.

Die Kissenbezüge sind im Übrigen nicht zugekauft, sondern werden alle von mir aus Baumwoll- und Leinenstoffen genäht. Der Aufdruck ist im klassischen Siebdruckverfahren aufgebracht und mit Hitze fixiert worden, sodass die Bezüge in der Waschmaschine gewaschen werden können.

Da kann Halloween jetzt kommen, oder?

Moppe Make Over: Skeleton Swing

Schablonendruck auf Holz mit Freezer Paper

Unser Moppe, die Minikommode von IKEA, wohnt schon lange bei uns, länger als der Offspring auf der Welt ist und der ist auch schon fast ein Teenager. Nach dem Umzug hatte sich die Lütte einfach einen neuen Anstrich bzw. ein komplettes Make Over verdient!

Ich bin Kreidefarbe (die mit der herrlich matten Optik) herzlich zugetan und hatte zwei, drei Farben sowieso im Haus, deshalb bekam die Holzkommode erst einmal einen frischen schwarzen Anstrich.  Zuerst hatte ich vor, nur die Vorderseiten der Einlegeböden und die Frontseiten des Rahmens cremeweiß zu streichen, aber dann kam mir eine viel bessere Idee: Schablonendruck!

Das Motiv war schnell gefunden und zwar ein tanzendes Skelett mit Zylinder, das sich sonst auf einem sehr schönen Calavera-Stoff von Alexander Henry zusammen mit vielen anderen Knochenweiblein und -männlich tummelt.
Abpausen ist ja nun nicht schwer, aber da ich die Kommode zum Drucken nicht kippen, also nicht plan legen konnte, weil dann die Schubladen 2 mm nach hinten rutschen und mit dem Rahmen keine ebene zum Fläche zum Drucken bilden würden, habe ich mich zu einem Experiment entschlossen.

Mit Freezer Paper, das in erster Linie ein mit einer dünnen Plastikschicht beschichtetes Einwickelpapier für Lebensmittel ist, kann man ja ziemlich gut mit Schablonen auf Textilien  drucken, indem man das schablonierte Papier mit der beschichteten Seite aufbügelt. Nach dem Druck lässt es sich rückstandslos wieder ablösen. Die Frage war jetzt: Klappt das bei gestrichenem Holz auch oder kommt dann beim Abziehen auch die ganze Farbe mit runter?

Im Netz fand ich bei der Stichwortsuche ‚Holz‘ und ‚Freezer Paper‘ diesbezüglich nichts. Aber ich fand  heraus, dass man mit Freezer Paper Holz bedrucken kann, indem man einen A4-Zuschnitt durch den Drucker jagt und das gewünschte Motiv auf der beschichteten Seite  spiegelverkehrt ausdruckt. Per Transferdruck  und mit Bügeleisen kann man dieses Motiv dann auf Holz bringen, was ich auch ganz spannend fand.

Aber zurück zu meiner Idee, denn da hieß es schlicht: Versuch macht klug!
Ich habe also zuerst seitlich an der Kommode ein kleines Stück Freezerpaper mit dem Bügeleisen auf Stufe 2 aufgebügelt, um zu sehen, wie sich die Farbe mit dem Papier verträgt.
Ergebnis:
a) das Papier haftete auf gestrichenem Holz
b) es ließ sich genauso einfach wie von Stoff ohne Kleberückstände wieder ablösen
c) die Farbe blieb, wo sie sein sollte

Also habe ich eine Schablone des Skeleton Man aus dem Papier erstellt, selbiges vorsichtig an einigen Stellen (nicht komplett!) an die Front der Kommode „angebügelt“ und dann wie es sich gehört mit dem Stupfpinsel vorsichtig die Farbe aufgetragen. Die Farbe kurz antrocknen lassen, dann das Papier behutsam abgezogen.
Na, da kam dann doch ein bisschen schwarze Farbe mit runter, aber sei´s drum, habe ich diese Stellen eben noch einmal vorsichtig mit Schmirgelpapier bearbeitet und mit einem feinen Pinsel schwarz übermalt. Zum Abschluss wurde das Ganze dann noch gewachst. Das Resultat mag ich leiden! Besonders toll finde ich diese Lösung für filigrane, detailreiche Schablonen, denn wenn die während des Druckens verrutschen, kann man neu beginnen; das ist beim Drucken mit Freezer Paper ausgeschlossen. :)

Um mit einer Schablone aus Freezer Paper auf Holz zu drucken, braucht Ihr folgende Utensilien:

  • Freezer Paper z. B. Reynold´s Freezer Paper
  • Bleistift
  • Schneidematte oder dicken Karton als Unterlage
  • Bastelskalpell
  • Bügeleisen
  • Stupfpinsel, am besten aus Schaumstoff
  • alte Untertasse zum Abstreifen von überschüssiger Farbe
  • Farbe, die für Holz geeignet ist wie z. B. Kreidefarbe oder Acrylfarbe
  • Schleifpapier

Schablonendruck mit Freezer Paper auf Holz

Kork meets Acrylmedium

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Dass man mit Acrylmedium ganz wunderbar Laserausdrucke auf Holz bringen kann, habe ich ja schon einmal ausprobiert und für gut befunden, nun habe ich es mit einer dünnen Korkplatte versucht und das Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen.

Ich musste mir nämlich Gedanken um einen Türstopper machen, da die Tür unseres neuen Badezimmers nach außen aufgeht und aufgrund der leicht schiefen Wände (tja, Vorkriegsbau) gerne zufällt.
Die Betty-Katze hätte im umgekehrten Fall kein Problem, denn sie springt auf Klinken, um Türen zu öffnen, in diesem Fall jedoch ist es absolut tagesformabhängig, ob sie mittels Pfote die recht schwere Tür aufdrücken kann. Der Blick, als ich neulich nach Hause kam und die Katze mich  nicht begrüßte, sondern genervt vor der geschlossenen Badezimmertür herumlungerte („Ihr Blödiane! Ich halte seit Stun-den ein!“), liess mich dann auch schnell handeln.

Nun sollte es aber wirklich nix schweres sein, an dem man sich womöglich noch die nackten Zehen anschlägt, nur etwas, das die Tür einen Spaltbreit offen hält.

Alsdann fielen mir drei nie benutzte Korkuntersetzer in die Hände (wir mussten ja auch mit dem Keller umziehen!). Ich besorgte mir zusätzlich eine 1 mm dicke Korkplatte und suchte im Netz nach einer passenden Grafik für unsere Zwecke. Gefunden habe ich die hier gezeigte, sehr aussagekräftige, auf den Punkt gebrachte Zeichnung von Herrn Kossak, die ich nur ein bisschen in Photoshop bearbeitet habe! :)

Während der Trocknungsphase des Drucks habe ich mir aus zwei Korkuntersetzern drei Kreise im Durchmesser von 10,5 cm zurecht geschnitzt. Habe ich nicht mit dem Skalpell gemacht, sondern mit einem alten Küchenmesser, ging einfach leichter mit einer größeren Klinge.
Die drei Teile habe ich inklusive bedruckter Korkplatte mit Holzleim aufeinander geklebt und während der Trocknung mit drei ordentlich schweren Buchschwarten beschwert. Weil ich Spraylack im Hause hatte, habe ich den Druck später damit fixiert, ein bis zwei Schichten dünn aufgepinseltes Acrylmedium tun es aber genauso.

Fertig!

Betty ist natürlich unbeeindruckt. Aber vielleicht eines Tages…

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P.S. Ein Untersetzer ist übrig, den ich auch noch bedrucken werde. Mal sehen, ob Acrylmedium hitzebeständig ist. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht damit?

Neue Mid Century Designs

Achtung, neue Stoffdesigns! Und ich bin in alle verknallt!

  1. Guckt Ihr die auch so gerne an, diese oft wuchtigen, mitunter pastellig lackierten Wagen aus der Wirtschaftswunderära? In ein paar dieser „Schlachtrösser“, wie ich sie manchmal nenne, bin ich auf Kuba ordentlich durchgerüttelt worden, zumindest, wenn die Wagen noch im Originalzustand und nicht neu gefedert waren. ;)
  2. Kakteen, ja, die sind selbstverständlich nicht explizit ein Fünfzigerjahre-Motiv. Diesen Stoff jedoch empfinde ich mit seiner bauchigen, organischen Grafik als ziemlich Retro, da denke ich gleich an Mariachi und Tequila, träge Tage und prächtige Nächte im Kurzurlaub in Acapulco. Wer das damals eben bezahlen konnte, ich kenne Acapulco ja nur aus Filmen…
  3. Ein bisschen weniger dekadent ging es auch: Der deutsche Nachkriegsbürger, der bislang ja höchstens im Schwarzwald oder vielleicht noch in Österreich Urlaub gemacht hatte, entdeckte in den Fünfzigerjahren Italien als Urlaubsland für sich. Wer es  sich leisten konnte, fuhr zum Urlauben mit dem eigenen PKW an die italienische Riviera oder setzte sogar total mutig mit der Fähre nach Ischia über. Was passt da besser als der himmelblaue Stoff im Vintage-Style mit seinen kleinen Segelbooten?
  4. Tiles, also Kacheln, oder Mosaike, die erinnern mich ebenfalls an süßes Nichtstun in den Fünfzigern, stilvolles Abhängen am Pool, bunte Drinks mit Schirmchen, etc.
    Wenn ich mir diesen Retrostoff ansehe, muss ich trotz der Trendfarbe, ich nenne die mal Hummerrot, an Sonnenlicht denken, das sich glitzernd in den Fliesen eines Pools in San Fernando Valley bricht. ;)
  5. Wir benutzen den Ausdruck relativ gedankenlos, obwohl er einen ziemlich unschönen Ursprung hat: Atomic Age, so werden die Jahre nach der ersten Detonation einer Testatombombe durch die USA im Jahr 1945 im Staate New Mexico genannt. Grafik, Design, Architektur und Werbung, sie alle waren während des Kalten Krieges stark durch die Atomwissenschaft und der Angst der westlichen Welt vor einem Atomkrieg beeinflusst, was sich in der Verwendung vieler verwandter Motiven und Formen niederschlug. Sputniks, Sterne, Raketen und fliegende Untertassen hatten ihre große Zeit!
    Ich habe eine sehr große Affinität zu diesem Design und freue mich deshalb besonders, Euch dieses Raketenmotiv mit der tollen Farbgebung präsentieren zu können. Und hoffe natürlich, dass ich in Zukunft noch auf weitere Designs in der Art stoßen werde!
  6. Atomic Cats, da brauche ich jetzt nicht wirklich viel dazu sagen, oder? Katzen gehen IMMER, egal ob Retro oder modern! Die schwarze Katze hier tummelt sich zusammen mit grafisch typischen Mid Century Elementen auf einem cremefarbenen Stoff. Und das Gute: Ich habe die noch auf anderen Stoffen gefunden. There´s more to come, Katzenfreunde! ;)

Alle Stoffdesigns findet Ihr aktuell in meinem DaWanda-Shop. Und falls Ihr aus einem der Stoffe etwas angefertigt haben möchtest, zögert nicht lange, meldet Euch, denn  ich hab´ Spaß an Sonderaufträgen!