Im Fischgrätfieber

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Nicht nur die STRAY CAT-Etuis aus der Koje werden grundsätzlich aus Stoffen mit Fischgrät-Muster genäht, auch sonst hat es mir der Herringbone schwer angetan und ich konnte nicht umhin mir eine weißblaue Collegejacke aus dem derben Stoff, den ich vor einigen Wochen erstanden hatte, zu nähen.

Pate stand das Jacken-Schnittmuster 1048 von Onion, aber dann habe ich doch sehr vieles wieder ganz anders gemacht, denn ich wollte ziemlich dringend eine gefütterte Jacke haben und musste ans Nähen somit sowieso ganz anders herangehen als es in der Anleitung stand.
Ganz ehrlich? Ich hatte diesbezüglich Hilfe aus der Änderungsschneiderei von Sebile und Sevgi, die mir gesagt haben, wie man eine Jacke mit Innenfutter am besten näht. Also nix Recherche im Netz, ich habe alles auf dem Silbertablett serviert bekommen, bin aber auch rechtschaffen dankbar dafür. :)

Damit auch mal eine Fleecejacke darunter passt, habe ich die Jacke zwei Nummern größer als üblich genäht; darüber hinaus wurde der kastige Schnitt ein klein wenig tailliert, der Reißverschluss bis obenhin ins Halsbündchen und eine Aufhängung sowie eine kleine Einstecktasche ins Innenfutter genäht. Last but not least habe ich eine Reißverschlussblende hinzugefügt. Habe viel gelernt!

So, und hier isse nun und ist jetzt schon eines meiner Lieblingsstücke:

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Alt, älter, Upcycling

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O ja, was habe ich diesmal geupcycelt! Nix war neu bis aufs Bündchen und das Garn!

Schon im Juli, als mir mein Belegexemplar der Handmade Kultur 3/2015 zugeschickt wurde, fiel mir in der Ausgabe diese ‚Tja, Ideen muss man haben‘-Anleitung von Ann-Sophie vom Blog gesehen und gesehen werden auf.
So simpel, so genial: Aus nem alten Karohemd wird ne Collegejacke.

Das Projekt war schon mal fest eingeplant, nur wollte ich gern die Jacke noch ein wenig unterfüttern, damit ich sie an kälteren Tagen als Strickjackenersatz tragen kann. Das Material hatte ich auch schon an der Hand:

Das Hemd, wahrhaftig schon seit Anfang der Neunziger in meinem Besitz (yep, Grunge yells  a big Yeeeehaw from the past, und später dann hat´s mir als Malerklamotte gedient), und die olle graue Fleecejacke wurden auserkoren an diesem Projekt mitzuwirken. Die Umsetzung ist dann dank der Anleitung auch gar nicht schwer gewesen, aber meine Idee mit dem Innenfutter, naja…es kniff dann doch etwas nach meinem Freestyle-Anfall, sodass ich, man hat es ja diesen Sommer gelernt, Achselzwickel aus Fleece-Reststücken einsetzen und Stoff aus dem Rückenteil entfernen musste, um ihn an den Seiten wieder einzusetzen. Hört sich mal wieder sehr nach Frankenstein an und ist es auch, dafür ist es aber jetzt auch frankenstein-gemütlich!
Den grauen, teilbaren Reißverschluss der ursprünglichen Fleecejacke habe ich übrigens auf ca. 45 cm gekürzt, sodass auch er Wiederverwendung gefunden hat.

Nun isse perfekt für mich, meine neue Collegejacke! Man würde sie mir in dieser Familie auch gern abjagen, aber ich verleih´ die nur. ;)

Man dankt für diese wirklich tolle Idee!

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