Neue Mid Century Designs

Achtung, neue Stoffdesigns! Und ich bin in alle verknallt!

  1. Guckt Ihr die auch so gerne an, diese oft wuchtigen, mitunter pastellig lackierten Wagen aus der Wirtschaftswunderära? In ein paar dieser „Schlachtrösser“, wie ich sie manchmal nenne, bin ich auf Kuba ordentlich durchgerüttelt worden, zumindest, wenn die Wagen noch im Originalzustand und nicht neu gefedert waren. ;)
  2. Kakteen, ja, die sind selbstverständlich nicht explizit ein Fünfzigerjahre-Motiv. Diesen Stoff jedoch empfinde ich mit seiner bauchigen, organischen Grafik als ziemlich Retro, da denke ich gleich an Mariachi und Tequila, träge Tage und prächtige Nächte im Kurzurlaub in Acapulco. Wer das damals eben bezahlen konnte, ich kenne Acapulco ja nur aus Filmen…
  3. Ein bisschen weniger dekadent ging es auch: Der deutsche Nachkriegsbürger, der bislang ja höchstens im Schwarzwald oder vielleicht noch in Österreich Urlaub gemacht hatte, entdeckte in den Fünfzigerjahren Italien als Urlaubsland für sich. Wer es  sich leisten konnte, fuhr zum Urlauben mit dem eigenen PKW an die italienische Riviera oder setzte sogar total mutig mit der Fähre nach Ischia über. Was passt da besser als der himmelblaue Stoff im Vintage-Style mit seinen kleinen Segelbooten?
  4. Tiles, also Kacheln, oder Mosaike, die erinnern mich ebenfalls an süßes Nichtstun in den Fünfzigern, stilvolles Abhängen am Pool, bunte Drinks mit Schirmchen, etc.
    Wenn ich mir diesen Retrostoff ansehe, muss ich trotz der Trendfarbe, ich nenne die mal Hummerrot, an Sonnenlicht denken, das sich glitzernd in den Fliesen eines Pools in San Fernando Valley bricht. ;)
  5. Wir benutzen den Ausdruck relativ gedankenlos, obwohl er einen ziemlich unschönen Ursprung hat: Atomic Age, so werden die Jahre nach der ersten Detonation einer Testatombombe durch die USA im Jahr 1945 im Staate New Mexico genannt. Grafik, Design, Architektur und Werbung, sie alle waren während des Kalten Krieges stark durch die Atomwissenschaft und der Angst der westlichen Welt vor einem Atomkrieg beeinflusst, was sich in der Verwendung vieler verwandter Motiven und Formen niederschlug. Sputniks, Sterne, Raketen und fliegende Untertassen hatten ihre große Zeit!
    Ich habe eine sehr große Affinität zu diesem Design und freue mich deshalb besonders, Euch dieses Raketenmotiv mit der tollen Farbgebung präsentieren zu können. Und hoffe natürlich, dass ich in Zukunft noch auf weitere Designs in der Art stoßen werde!
  6. Atomic Cats, da brauche ich jetzt nicht wirklich viel dazu sagen, oder? Katzen gehen IMMER, egal ob Retro oder modern! Die schwarze Katze hier tummelt sich zusammen mit grafisch typischen Mid Century Elementen auf einem cremefarbenen Stoff. Und das Gute: Ich habe die noch auf anderen Stoffen gefunden. There´s more to come, Katzenfreunde! ;)

Alle Stoffdesigns findet Ihr aktuell in meinem DaWanda-Shop. Und falls Ihr aus einem der Stoffe etwas angefertigt haben möchtest, zögert nicht lange, meldet Euch, denn  ich hab´ Spaß an Sonderaufträgen!

Reisebuddy

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Gibt ja nix, was es nicht gibt, also auch Reiseetuis!
Ich zum Beispiel bin jahrelang ohne zentrale Sammelstelle für Reiseunterlagen in den Urlaub gefahren. Ich habe immer in diversen Taschen herumgekramt, das war lange Zeit auch okay. Erst letztes Jahr, als wir nach Kuba reisten, hatten wir so etwas wie ein Reiseetui dabei und zwar meine Upcycling-Clutch, welches der Prototyp für Clutch WILMA gewesen ist und in die alle wichtigen Unterlagen, auch die vom Format her etwas unhandlichen Flugtickets, primaprächtig hineingepasst haben.

Nun ist meine erste Sonderanfertigung in diesem Jahr ein Reiseetui geworden, das im März mit seiner neuen Eigentümerin die weite Reise nach Australien zum angekündigten Enkelkind antreten wird.
Das Format entspricht mit 23 cm x 16,5 cm in etwa DIN A5 und hinein passen zwei Reisepässe in die dafür vorgesehenen Steckfächer, ein Stift zur schnellen Verfügung sowie die Flugtickets, für die ich ein Steckfach aus durchsichtigem Vinyl auf die beiden Pass-Steckfächer aufgesetzt habe. In der vorderen Klappe befindet sich eine große Reißverschlusstasche für Dinge, die nicht immer gleich zur Hand sein müssen und verschließbar ist das Ganze wie fast immer :) mit einer Magnetschließe.

G´day, mate, thinking, we´re ready to go to Queensland! Aber auch überall anders hin!

Just like Doc Brown and Marty McFly

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Zurück in die Zukunft: DeLorean auf der Kalender Release Party ‚Girls & Legendary US Cars 2017‘ von Sway Books im Hamburger Oberhafenquartier, August 2016 

Rennen, nicht laufen

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Spontanes Wettrennen auf dem für den Karneval und Fidel Castros 90. Geburtstag gesperrten Malecón, La Habana, Kuba, August 2016

Endlich wieder Barcelona!

Ach, es kommt mir schon wieder so lange her vor, aber tatsächlich war ich erst in der zweiten Märzwoche in Barcelona. Diese Stadt ist für mich die reine Freude und eine richtige Krafttanke. Reichlich frisch war es diesmal für März, ‚Qué frío!‘ hörte ich es an allen Ecken, aber egal, es war nichtsdestotrotz ganz wunderbar, der Amerikaner würde sagen ‚Very inspriring!‘. ;)

An der Architektur des Modernisme, des katalanischen Jugendstils, kommt man nicht vorbei, selbst, wenn man sich bemühen würde. Ich bin großer Fan und habe bei meinen letzten Besuchen immer einmal ein Gebäude von innen besichtigt.
Diesmal habe ich es in die Casa Battló geschafft, die ich bislang aufgrund von unglaublich großen Touristenhorden auslassen musste. Das bockt ja dann nicht. Diesmal war das Gebäude, ein Wohnhaus, das Gaudí für Señor Battló, einen Textilfabrikanten, gebaut hat, fast leer, sodass es ein Vergnügen war, im Haus herumzuwandeln. Da kann man schon neidisch werden, wenn man an seine eigenen, im 90°-Winkel aufeinander treffenden Wände in der Heimat denkt.

Unsere wichtigsten Basisregeln beim Reisen sind ‚Sich treiben lassen‘ und ‚Augen offen halten‘. So bekommen wir am meisten von Land und Leuten mit.
Mittags sind wir deshalb immer weitab von irgendwelchen großen Straßen in kleine Wirtschaften eingekehrt und haben dort das dreigängige Menue del día genossen. Die Küche ist meist einfach, schmeckt fast immer super und spart eine Menge Schotter, von dem man in Barcelona bekanntermaßen eine ganze Menge verpulvern kann. Nur einmal haben wir an einer großen Straße gegessen, am Passeig de Gràcia, als wir entdeckten, dass die Börse von Barcelona eine Kantine besitzt. Wir also rein, mit Taschenkontrolle und allem, nur Fotografieren war streng verboten. Schade, hätte ich Euch gern gezeigt. :)

Gewohnt haben wir bisher auch immer in kleinen Wohnungen, so auch diesmal.
Ich finde es einmalig, abends nach Hause zu kommen und das Treiben in den Hinterhöfen zu beobachten. Wenn man dann noch einen kleinen Balkon hat, ist es perfekt, weil man so viel näher dran ist an dieser Stadt als man das in jedem Hotel sein könnte! Und in der Nebensaison sind solche Wohnungen auch erschwinglich und für drei Personen recht günstig.

Vintagefreunde und Secondhand-Stöberer sind übrigens in El Raval gut aufgehoben. Es ist bei Weitem nicht nur die Carrer de la Riera Baixa, die in vielen Reiseführern steht, in der man fündig wird. Einfach das ganze Viertel mal durchstreifen, auch wenn es einem manchmal spooky vorkommt, weil es sich hier definitiv um kein Touri-Viertel mehr handelt.
In den Läden sind tollste Originale (und das wissen die Ladenbesitzer natürlich auch, diese Artikel sind zumeist hinter Glas) zu finden, sofern man sich nicht gleich zu Anfang durch zur Schau gestellte Ballonseideanzüge abschrecken lässt. Denn so etwas wie Kiloshops gibt es in Barcelona wie in anderen Großstädten auch, man muss schon Zeit und Lust haben zu stöbern. Und was man sich auch vergegenwärtigen sollte, bevor man loszieht: Günstig ist in diesem Bereich mittlerweile nichts mehr, gut gepflegte Kleidung und unbeschädigte Accessoires vergangener Zeiten haben auch in Barcelona ihren Preis.
Wem es gar nicht so sehr ums Shoppen, sondern ums Gucken geht, und Original  Vintagedeko gut findet, der sollte unbedingt in El Born einmal im Loisaida vorbeischauen. Die angebotene, sehr kostspielige Ware hat mich mal so gar nicht vom Hocker gehauen, aber mein Gott, die Ladendeko, Leute! Einfach ein Augenschmaus für Freunde alter Möbel, Bilder, Spielzeuge und Haushaltsartikel!

Abschließend möchte ich Euch ein paar wenige Tipps mitgeben, falls es Euch einmal in die Ecke verschlägt. Und wenn Ihr im Gegenzug etwas Tolles entdeckt, dann würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen, denn ich plane nicht zum letzten Mal dort gewesen zu sein!

Supergute, authentische Tapas in Barceloneta (nicht vergessen: Mittags hingehen!)
Jai-Ca
c/ Ginebra 13
Barrí Barceloneta

Schönste Mädchenmode gleich um die Ecke von La Catedral mit einer extrem freundlichen Besitzerin
gal:la bcn
c/ Cappelans 3
Barri Gòtic

Die Thalia / Hugendubel Buchhandlung Barcelonas, aber mit viel mehr Charme
La Central
c/ Mallorca 237
Barri Gòtic

Authentische Tattoostube mit angeschlossener Galerie
Aloha Tattoo / La Cobra Negra Art Gallery
Passatge del Crédit 8
Barri Gòtic

Adéu, macht es gut und bis denn dann, Ihr Seefrauen, Landgänger und Leichtmatrosen!