Stempelschnitzen die 2te

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Nach den letzten wilden anderthalb Wochen habe ich mir heute nach Bergen von Stoffzuschnitt die Zeit genommen, um einen zweiten Versuch im Stempelschnitzen zu unternehmen. Zu Haus bei mir in der Küche, Ihr braucht nicht denken, dass ich auch dafür noch in meiner Arbeitshöhle unter der Erde bleibe. ;)

Nachdem ich beim ersten Mal bewusst ein einfaches, vorgezeichnetes Motiv gewählt hatte, wollte ich mich jetzt an etwas Komplexerem versuchen. Also habe ich mir aus den Weiten des Netzes eine Vorlage für eine Lotusblüte herausgesucht. Erkennt Ihr sie?

Meiner Meinung nach ist das Ergebnis noch etwas plump, aber filigraner bekomme ich es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht hin ohne zuviel wegzuschnitzen. Was soll´s, ich mag den Stempel trotzdem! Außerdem entspannt es mich, das Schnitzen.

Material: Backpapier, hartes Stempelgummi, doppelseitig klebendes Klebeband, Korkblock (Schleifblock, gibt´s im Baumarkt)
Werkzeug: weicher Bleistift (B4), Linolschnittwerkzeug

Stempel-Erstling

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So, Leute.
Endlich habe ich mir die Zeit genommen und das Stempelschnitzen ausprobiert. Und wie mit allen Dingen, habe ich erst einmal klein angefangen und ein einfaches Motiv gewählt.

Ein bisschen Freihand gezeichnet, mit nem weichen Bleistift (4B) auf Backpapier abgepaust, das Motiv auf eine feste Stempelgummiplatte übertragen und mit meinem Linolschnittwerkzeug losgelegt. Bin auch unverletzt geblieben.
Mangels eines passenden Holzklötzchens habe ich den fertigen Stempel übergangsweise für einen Probedruck auf den Deckel einer Blechdose geklebt. Geht auch. ;)

Der Cupcake ist im Übrigen schon für einen Stoffdruckeinsatz verplant: Im Haus neben mir wohnt eine wahre Kuchenfee. Modellieren kann die! Mit Eßbarem, versteht sich. Und die wünscht sich etwas aus „Cupcake-Stoff“ für den zukünftigen Laden.
Voilá, Crinni, guckst Du!

Ein sehr gutes Buch für Anfänger zum Thema ist übrigens STEMPEL LIEBE. Ohne das hätte ich wahrscheinlich gar nicht erst angefangen… :)

Eine runde Sache: Stempel Liebe von Meagan Lewis

CIMG3575So ganz allmählich ist durch das vermehrte Drucken in der Koje mein Interesse am Stempelschnitzen erwacht. Linolschnitt in der Schule, Letterhochdruck mit Moosgummi, das sind so die Sachen, die ich schon einmal ausprobiert habe. Aber so richtig mit Stempelgummi arbeiten war eben noch nicht dran und muss jetzt einmal ausprobiert werden.

Neulich bin ich dann auf das sehr gelungene Buch Stempel Liebe gestossen, das sich ganz prima für Anfänger eignet, denn in ihm wird alles von der Pike auf erklärt.
Man erfährt, welche Grundausstattung benötigt wird (ich hatte mir echt schon lange keine Gedanken mehr über Bleistifthärten gemacht :) !), welche Druckerfarben es gibt und wie man die Stempel montiert und reinigt. In den folgenden Kapiteln geht es dann endlich ans Eingemachte: Wie schnitze ich einen Stempel und welche Stempel und Farben harmonieren mit welchem Druckuntergrund (Papier, Holz, Stoff,…).

Nach den ersten 30 Seiten ist man auf jeden Fall „grund-gerüstet“ für die 20 unterschiedlichen Druckprojekte, die nun vorgestellt werden. Sehr gut finde ich auch die Einteilung in Schwierigkeitsstufen und die SOS-Stempelhilfe mit praktischen Tipps, wenn´s mal nicht so gelaufen ist wie angedacht. Hinten im Buch finden sich darüberhinaus auch noch einschlägige Adressen von Anbietern, bei denen man sich als Stempel-Greenhorn oder alter Hase mit Materialien eindecken kann.

Ein sehr runde Sache, dieses Buch, klar strukturiert, inhaltlich sehr informativ und mit einem sehr ansprechenden, freundlichen Layout! Vergäbe ich hier Punkte oder Sterne, dieser Titel bekäme die Höchstzahl!

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Meagan Lewis
Stempel Liebe. Zeichen setzen mit originellen Stempelideen
ISBN 9783863551315
Edition Fischer, 2013
16,90 €

P.S. Habe mir gestern meine erste harte Stempelgummiplatte bestellt und werde sobald wie möglich mit meinem alten Linolwerkzeug loslegen! Jesses, das wird ein Spaß! :D

Happy busy Easter week

Holy Moly, was für ne Woche!
Sehr famos Ostern gefeiert mit unserer Uromi, drei Markttermine wahrgenommen, in Sachen Stoffdruck wieder etwas Neues ausprobiert (sehr bald mehr dazu!), Osterdekoimprovisation zusammen mit meinem Sohn betrieben, in der Hafencity zum Spanischüben bei einem Mitschüler gewesen, probegenäht (zeige ich euch auch noch), die Sonne genossen und, ach ja, auch noch in jeder „freien“ Minute ganz regulär gearbeitet.
Bin platt und zufrieden und muss heute früh ins Bett.

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Links ein wunderbar weiter Ausblick auf die Elbe vom Dallmannkai aus gesehen.
Rechts: Imposant, aber weniger schön finde ich den hohlen Zahn aka die Elbphilharmonie. Ich bin aber auch selten so nah dran…

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Links: Morgens sind die Tage noch echt superfrisch auf dem Schlumper Wochenmarkt.
Kann man sehen, oder?!
Rechts: Lass mich, ich muss ausruhen!

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Links: 240g-Papier zugeschnitten und mit Stempeln aus meinem Siebzigerjahre-Stempelkasten bedruckt. Herausgekommen sind Lesezeichen, deren Aufdrucke Romanen und einem Lied entlehnt sind (ihr wisst ja, direkt zitieren geht nicht wegen Urheberrecht).

ELEKTROLYTE NICHT VERGESSEN (Sven Regener, HERR LEHMANN, 2001)
DER GÄRTNER WARS (Reinhard Mey, DER MÖRDER IST IMMER DER GÄRTNER, 1971)
VERSCHIEB ES DOCH AUF MORGEN (Margaret Mitchell, VOM WINDE VERWEHT, 1936)
WHAT WOULD MISS MARPLE DO (Agatha Christie, MISS MARPLE-Reihe, 1930-1976)
PAROLE EMIL (Erich Kästner, EMIL UND DIE DETEKTIVE, 1929)

Rechts:  Moin! Ein Blick in die Runde am Samstag beim MARKTZEIT-Aufbau

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Rechts: Die etwas andere Mucke von Freddy Albers, dem „Kapitän der guten Laune“ (O-Ton),  klingt stark nach Hafen, Heimweh, Sehnsucht und Seefahrt.
Links: Ich habe was vom Ostersohn bekommen, nämlich einen Hasensack, der ist offen zwischen den Löffeln!

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Viel Ballast bei eindeutigem Aprilwetter in hoffentlich gute Hände abgegeben: Flohmarkt am Ostermontag in Barmbek beim Museum der Arbeit. Jetzt bin ich ne gemachte Frau! Für zwei Wochen oder so…

Neuland: Stempel bauen

So. Neue BEUTEBÜDEL sind in der Mache. Wie Ihr seht, war ich auch nähfern unterwegs und habe mir einen Stempel gebaut. Aus einem Reststück Moosgummi und einem verwitterten Holzklotz. Geht doch nix über ein bisschen Patina!
Die Schrift habe ich von einem gespiegelten Ausdruck auf die Moosgummiplatte übertragen und dann mit einer kleinen, scharfen Schere ausgeschnitten. Mit dem Cutter geht es wahrscheinlich noch besser. Die Lettern dann mit einfachem Alleskleber aufgebracht, das Ganze über Nacht trocknen lassen und einsatzbereit war der neue BEUTEBÜDEL-Stempel!

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