Zentangle

Ich bin da vor einigen Monaten auf etwas gestossen, was ich unbedingt einmal ausprobieren wollte: Zentangle.

Zentangle setzt sich zusammen aus den Wörtern ZEN und „tangle“, was im Englischen so viel wie Wirrwarr bedeutet. Beim Zentangle geht es darum, durch das Zeichnen kleiner Muster und Ornamente, ähnlich dem unserer früheren „Telefonkritzeleien“, in den sogenannten flow zu kommen und auf diesem Wege zu entspannen. Ich habe natürlich längst bemerkt, dass ich beim Arbeiten, dem Schneidern, regelmäßig „in den flow“ komme, einen Zustand, bei dem ich ganz bei mir bin; aber da ich früher mehr als gerne gezeichnet habe, was aber im Laufe der Jahre irgendwie komplett auf der Strecke geblieben ist, haben wir uns hier in der Koje gemeinschaftlich den Einsteigerkurs Freude mit Zentangle, mehr ausführliches Heft als Buch, besorgt und es nacheinander einmal ausprobiert.

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Man braucht nicht viel dazu: Im Buch werden sog. tiles, also Kacheln empfohlen, kleine festere Papiere im Format 9 cm x 9 cm. Wir haben es nun erst einmal mit stinknormalen quadratischen Notizzetteln im gleichen Format versucht, das geht auch.

Darüberhinaus braucht man

– zwei schwarze Fineliner, einen feinen (F) zum Zeichnen, den dickeren (B) zum Füllen der Flächen
– einen weichen Bleistift (B, 2B, 3B)
– ggfs. noch einen Papierwischer, um Übergänge zu verwischen (ich hab´s mit dem Finger gemacht, geht auch)

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Man beginnt mit vier Eckpunkten, die man dann mit dem Bleistift verbindet, es muss nichts gerade sein. Innerhalb dieses Rahmens zeichnet man dann schwungvoll sog. Fäden, wobei man den Bleistift etwas weiter hinten anfasst. So entstehen einzelne Felder, die es jetzt mit Mustern und Ornamenten zu füllen gilt.

Im Buch gibt es Zeichenanleitungen für Muster mit unterscheidlichen Schwierigkeitsgraden. Da es hier nicht um Perfektion geht, sondern um Entspannung, kann ich nur empfehlen, sich nach dem Einstieg mit einigen einfachen Mustern schnell auch an komplexere zu wagen. Es bringt wirklich Spaß und macht den Kopf frei. Und da nur kleine Flächen zu füllen sind, liegt ziemlich schnell eine fertige Zeichnung vor.

Mir gefällt diese Entspannungsmethode, vor allem, weil man sie fast überall machen kann. Naja, und ganz vielleicht bringt es mich ja meinem früheren Hobby auch wieder etwas näher. ;)
Für Leute, die gerne kritzeln, ist es auf jeden Fall zu empfehlen! Und den anderen, die glauben, in Zeichendingen völlig talentfrei zu sein, kann ich sagen: Das seid Ihr nicht! Zentangle kann jeder, echt!

Anya Lothrop
Freude mit Zentangle – Der Einsteigerkurs
Trinity Verlag
ISBN 9783955501051

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Betriebsamkeit

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Grummeliges Mistwetter all working week. Und kalt wars auch. Samstags in der Früh dann auch noch ganz dichter Nebel. Und dann plötzlich vormittags das Supersonnenwetter. Da habe ich mich gleich in meinen Jeansrock geworfen, mir LSF 30 ins Gesicht geschmiert und raus ging es zum Lesen und Kaffeetrinken auf den Balkon. Am liebsten hätte ich mir noch ein Dolomiti gekauft, aber am Kiosk um die Ecke gab es noch keins. Das muss ich aber bald nachholen, denn Dolomiti ist neben Minimilk das Eis am Stiel meiner Kindheit, und ich finde super, dass es in der Originalrezeptur wieder auf den Markt geworfen wird!

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Apropos Stiel: Mein Sohn (9) ist nicht nur ein Kreativer, sondern auch eine Zuckerschnute und deshalb Stammkunde am Stand von Cake Pop Hamburg. Wenn ich bei der Marktzeit in Altona arbeite, kommt er mich immer auf einen Sprung besuchen und flitzt sodann zu seiner Freundin mit den kleinen Kuchen am Stiel. Dort wurde neulich der Plan ausgeheckt, er könne doch einmal einen der angebotenen Pop Cakes zeichnen und vielleicht, ganz vielleicht, könne man die Zeichnung dann zu Werbezwecken einsetzen. Er war Feuer und Flamme. Und fleissig. HIER könnt ihr mal vergleichen, wenn ihr wollt. Ick find, dit hatter jut jemacht! ;)

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Ich war aber auch nicht untätig und habe viel Zeit in meinem Arbeitszimmer mit Aretha Franklin und dem großartigen Soundtrack von High Fidelity (gerade wieder bei mir im Regal entdeckt) verbracht.
Wie bereits angekündigt, wurde das Koje-Sortiment bei Sevgi in der Modenäherei & Boutique Kandemir im Grindel ausgewechselt und die ersten neuen Taschen abgeliefert. Wenn ihr Online-Einkaufen blöd findet und auch keine Lust auf Wochenmärkte habt, könnt ihr in Hamburg dort Taschengucken und auch -anfassen.

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Übrigens habe ich mir jetzt eine Tageslichtlampe in die Werkstatt mitgenommen und dort die ersten Produktaufnahmen und Fotos von Arbeitsschritten und nicht in meiner Küche gemacht. Ihr seht schon, ich versuche, die Arbeit immer mehr vom Privatleben zu separieren, ist auch nicht verkehrt, finde ich. Ich bin immer noch weit davon entfernt, perfekte Fotos zu schießen, aber fürs Erste reicht es, und abgesehen davon lerne ich schließlich an-dau-ernd dazu. :)
Zu guter Letzt habe ich mich spontan und zum ersten Mal  für ein Probenähen beworben, einfach so, mir war danach. Schön, dass das „mir war danach“ auch gestillt wird, denn Julia vom Kreativlabor Berlin hat mir heute Morgen mitgeteilt, dass ich zusammen mit 14 weiteren Damen ausgewählt wurde.
Also, ihr Lieben, ich glaube, die nächste Woche wird fein, ich freue mich aufs Nähen (sowieso) und wünsche euch allen einen gemütlichen Sonntag!